Indizes sind die Stundenmarkierungen auf einem Zifferblatt — die optischen Orientierungspunkte, anhand derer sich die Uhrzeit ablesen lässt. Sie kommen in vielen Formen vor: applizierte Metallstäbe, aufgedruckte Ziffern, mit diamond besetzte Markierungen, Leuchtpunkte oder Kombinationen daraus. Form, Material und Ausführung der Indizes sind referenzspezifisch — sie gehören zur gestalterischen Identität der Uhr. Ihre originalgetreue Umsetzung bei einer Replika zählt zu den Details, die bei der Qualitätskontrolle (QC) besonders genau geprüft werden.
Bei Replika-Uhren unterscheidet sich die Qualität der Indizes je nach Qualitätsstufe erheblich. Aufgesetzte Indizes – physisch auf der Zifferblattoberfläche befestigt – erfordern eine präzise Positionierung, eine einheitliche Höhe und saubere Kanten. Gedruckte Indizes benötigen einen scharfen Druck mit korrekter Strichstärke und präziser Farbe. In der höchsten Qualitätsstufe sind die Indizes korrekt geformt, gleichmässig angeordnet und passend zum Referenzmodell veredelt. Bei niedrigeren Qualitätsstufen sind ungleichmässige Abstände, falsche Proportionen, mangelhaft eingefüllte Leuchtmasse und schief sitzende aufgesetzte Markierungen häufige Mängel.
In der Praxis
- Aufgesetzte Indizes sollten bündig und eben auf der Zifferblattoberfläche sitzen. Ein Index, der sichtbar geneigt, an einem Ende angehoben oder nicht mittig auf seiner Stundenposition sitzt, weist auf ein Problem mit den Positionierungstoleranzen hin. Dies ist auf QC-Nahaufnahmen erkennbar, die in einem leichten Winkel zum Zifferblatt aufgenommen wurden.
- Die Qualität der Leuchtmassenfüllung ist ein zuverlässiger Indikator für die Qualitätsstufe. Bei korrekt gefüllten Indizes liegt die Leuchtmasse innerhalb der Markierung gleichmässig und einheitlich vor – ohne über die Ränder hinauszuragen, ohne unvollständig gefüllte Bereiche und ohne Luftblasen oder Unebenheiten an der Oberfläche. Die Qualität der Leuchtmasse lässt sich am besten bei direkter Beleuchtung auf dem QC-Foto beurteilen.
- Die Proportionen der Indizes sollten dem Referenzmodell entsprechen. Ein Stabindex, der im Verhältnis zum Zifferblattdurchmesser zu breit, zu schmal oder zu kurz ist, entspricht nicht der Geometrie des Originals. Dieser Unterschied wird beim direkten Vergleich des Replika-Zifferblatts mit einem danebenliegenden Referenzfoto deutlich.
- Gleichmässige Abstände rund um das Zifferblatt sind unabhängig vom Indextyp ein Qualitätsmerkmal. Die Indizes sollten gleichmässig auf ihren Stundenpositionen verteilt sein – nicht zu einer Seite hin zusammengedrängt oder mit ungleichmässigen Abständen zwischen den Positionen bei 3 und 9 Uhr, wo das Datumsfenster oder ein Hilfszifferblatt die Platzierung beeinflussen kann.
- Das Finish aufgesetzter Metallindizes – poliert, satiniert oder facettiert – sollte bei allen Markierungen einheitlich sein. Ein Index mit polierter Vorderseite und sichtbarer Bearbeitungsspur an der Seite oder ein Satz Indizes, von denen einige poliert sind und andere nicht, deutet auf ein uneinheitliches Finish auf Bauteilebene hin.
Verwandte Begriffe
Zifferblatt · Rehaut · Lünette · Saphirglas · Antireflexbeschichtung · Gehäusegrösse
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Einen vollständigen Überblick über Zifferblattspezifikationen bei Replika-Uhren – einschliesslich der Beurteilung der Indexqualität auf QC-Fotos – finden Sie hier: Ratgeber zu Zifferblättern von Replika-Uhren